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Bundestagskandidat Loos: „Antisemitismus weiter bekämpfen“

Gespräch bei der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern

Aktuelle Zahlen belegen einen Anstieg antisemitischer und antiisraelischer Delikte in Deutschland. „Der Befund ist erschreckend und traurig“, sagte Bernhard Loos, CSU-Bundestagskandidat im Münchner Norden bei seinem Besuch in der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern. Im Gespräch mit Präsidentin Dr. h.c. Charlotte Knobloch und Gemeindemitgliedern wurde deutlich, wie viel in den letzten sieben Jahrzehnten erreicht wurde und wo die Herausforderungen der Zukunft liegen.

Loos hob hervor, dass es ein Segen sei, dass die jüdischen Menschen nach 1945 Deutschland nicht den Rücken gekehrt hätten. Zumal jüdische Bürgerinnen und Bürger einen beachtlichen Beitrag zur Erfolgsgeschichte der Stadt und des Freistaats geleistet haben. „Dass die jüdische Gemeinde vor gut zehn Jahren mit dem Zentrum am St.-Jakobs-Platz zurück in die Sichtbarkeit und die Selbstverständlichkeit gekehrt ist, gleicht einem kleinen Wunder. Umso bedrückender ist es, dass jüdische Bürgerinnen und Bürger unter antisemitischer Anfeindung und Ausgrenzung leiden“, beklagte Loos. Die Gemeindemitglieder legten dar, dass Hass und Häme von vielen Seiten kämen.

Die Renaissance des Rechtspopulismus und -extremismus hat der Neonaziszene und dem rechten Antisemitismus Vorschub geleistet. Gleichzeitig macht sich ein penetranter israelbezogener Antisemitismus im linken Spektrum bemerkbar. Diesbezüglich begrüßte Loos den Vorstoß seiner CSU-Kolleginnen und -Kollegen im Stadtrat. „Der Propaganda der BDS-Bewegung muss ein Riegel vorgeschoben werden“, forderte er. Schließlich ging es in dem Gespräch in der Kultusgemeinde um missglückte Integration, in deren Folge sich der Antisemitismus unter hier lebenden Muslimen beinahe ungehindert verbreiten konnte. „Das muss eine Ende haben“, stellte Loos klar. Konkret bedeute das laut Loos: „Unsere Schülerinnen und Schüler müssen mehr über das jüdische Leben vor 1933 und nach 1945 erfahren. Es ist nicht förderlich für das jüdisch-nichtjüdische Miteinander, wenn Judentum ausschließlich mit dem Holocaust in Verbindung gebracht wird.“

Am Ende des Abends zeigte sich Loos dankbar für die neuen Impulse aus den Begegnungen am St.-Jakobs-Platz: „Einiges hat mich betroffen gemacht, anderes baut mich auf.“ Am 21. September beginnt das neue jüdische Jahr, das Jahr 5778. Am 24. September sind die Wahlen zum Deutschen Bundestag. Loos: „Ich wünsche den jüdischen Menschen in Deutschland und der Welt ein gutes neues Jahr – unserem Land wünsche ich einen Bundestag, in dem nicht Extremisten die gewachsene politische Kultur beschädigen, sondern Maß und Mitte den Ton bestimmen und die Leitlinie vorgeben.“