Bundestagskandidat Loos: „Antisemitismus weiter bekämpfen“
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Stabübergabe im Münchner Norden

Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer wirbt für Bernhard Loos

Nach 23 Jahren im Bundestag hört Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer als Abgeordneter auf. Seit 1994 vertrat er den Münchner Norden in Bonn und später in Berlin: „Es war mir Freude, Verpflichtung und Ehre zugleich, in dieser Zeit die Interessen unserer Bürgerinnen und Bürger zu vertreten. Ich bin mir sicher, dass mit dem hervorragenden Kandidaten der CSU, Bernhard Loos, meine Arbeit nahtlos fortgesetzt werden kann. Daher empfehle ich Bernhard Loos gerne zur Wahl.“

Im Rahmen der gemeinsamen thematischen Abschlussveranstaltung ging es um den Zusammenhang von äußerer und innerer Sicherheit und die Auswirkungen globaler Krisen auf Deutschland. Allein der afrikanische Staat Nigeria wird nach unterschiedlichen Prognosen seine Bevölkerung bis 2050 verdoppeln und dann etwa so viele Einwohner haben wie die gesamte EU. „Der Migrationsdruck wird langfristig immer weiter steigen,“ so Bernhard Loos. „Unsere Asylpolitik muss daher ganz klar auf wirkliche Verfolgte beschränkt bleiben und darf nicht zum offenen Tor für Migration aus wirtschaftlichen Gründen werden.“

Loos und Singhammer sind sich einig, dass der Familiennachzug für Menschen mit „subsidiärem Schutz“ ausgesetzt bleiben muss. „Die Integrationsfähigkeit unseres Landes ist der Maßstab, an dem wir uns orientieren. Ohne Begrenzung wird uns weder die Integration noch die Sicherheit gelingen.“ „Die Zeit“ schätzte schon Mitte letzten Jahres das Potential des Familiennachzugs auf circa eine halbe Million Menschen. Allein im Jahr 2015 sind rund 420.000 Syrer nach Deutschland eingereist, was bei einem niedrig geschätzten Nachzug von einem Angehörigen pro Flüchtling zu einer errechneten Nachzugszahl von 500.000 führt. Dass diese Thematik keine „abstrakte Diskussion“ sei, sehe man direkt in München. „Wir stehen schon jetzt vor der großen Herausforderung Wohnraum, Kitaplätze und andere wichtige Einrichtungen zu schaffen.“

Neben der Flüchtlingsthematik standen das Verhältnis zur Türkei mit der Ablehnung der Aufnahme in die EU, die Ausstattung der Bundeswehr in einer Zeit, in der Amerika seine Schutzgarantien zurückfährt, die Gefahr von Terror auf deutschem Boden und Krisenherde wie die Ukraine und Nordkorea im Mittelpunkt der Rede. „Alles in allem: Wir stehen vor großen Herausforderungen,“ schloss Johannes Singhammer seine Rede, „lieber Bernhard, ich wünsche Dir viel Glück und Erfolg in den letzten Wahlkampftagen, jedoch werden die größeren Herausforderungen erst als Bundestagsabgeordneter beginnen.“