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Ein Wahlkampfwochenende mit Bernhard Loos
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Kolumne: Franz Josef Strauß

Kolumne in der Münchner Nordrundschau 13. September 2017

Liebe Münchnerinnen und Münchner,

ein dubioser Unterstützerverein der AfD hat derzeit Großflächenplakate aufgestellt. Auf ihnen ist Franz Josef Strauß mit einem Slogan abgebildet, der ihn wohl im Grabe rotieren lässt: „Franz Josef Strauß würde AfD wählen“. Eine Geschmacklosigkeit, die nicht nur seine Kinder erzürnt.

Vielen von uns ist „FJS“ als streitbarer Politiker, bayerischer Landesvater und prägende Gestalt der CSU in bester Erinnerung. Ein Mann mit klaren humanistischen Prinzipien. Ein Konservativer alter Schule. Sein Sohn fasste es kürzlich in einem Zitat sehr gut zusammen: „Er hatte das, was er selbst einen „moralischen Violinschlüssel“ nannte. Er war ein christlicher Konservativer, kein „Rechter“.“

Dieser „moralische Violinschlüssel“ ist bei der AfD absolut nicht zu finden. In den letzten Tagen leitete die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen den einen Teil der AfD-Doppelspitze wegen Volksverhetzung ein, der zweite Teil, Alice Weidel, wird mit einer Email mit rassistischem Inhalt in Verbindung gebracht. Vom Chefideologen Björn Höcke, der mit seinen Thesen kaum von der NPD zu unterscheiden ist, nicht zu reden.

Eine Politik der Vernunft mit klarem Kompass, eine Politik ohne Hass, das ist mit der AfD nicht zu bekommen. Jede Stimme für die AfD und deren Kandidaten ist verschenkt.

Wer eine Politik mit menschlichem Antlitz haben möchte – dabei aber ein klares Einstehen für die Begrenzung der Zuwanderung und die Gewährleistung der Sicherheit will – der ist bei der CSU optimal aufgehoben. Nur wir können bei kommenden Koalitionsverhandlungen Ihre Interessen wirksam durchsetzen.

In diesem Sinne: Wägen und wählen Sie bitte klug. Die Zukunft unseres Landes ist zu wichtig, um Stimmen rein aus Protest zu vergeben.

Ihr Bernhard Loos