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Kolumne: TV-Duell

Kolumne in der Münchner Nordrundschau 6. September 2017

Liebe Münchnerinnen und Münchner,

wie viele von Ihnen saß ich am Sonntagabend gespannt vor dem Bildschirm und habe das TV-Duell verfolgt. Die Umfragen danach zeigen, dass Bundeskanzlerin Merkel das Duell mit Glaubwürdigkeit (49 zu 29 Prozent) und Kompetenz (64 zu 20 Prozent) klar für sich entschieden hat.

Doch ist es sehr interessant, auf Zwischentöne zu achten. Trotz Nachfrage schloss der SPD-Bewerber eine Koalition mit den Linken nicht aus: Wenn sich die Chance ergäbe, würde Schulz sofort nach der Machtoption Rot-Rot-Grün greifen. Dies gilt es durch richtige Stimmabgabe zu verhindern.

Auffällig auch Schulz` Einschwenken auf den Kurs der CSU in der Türkeifrage. Jahrzehnte hatte die SPD für einen EU-Beitritt der Türkei geworben – unter massivem Widerstand aus CDU und CSU. Nun kann ihm der Abbruch der Verhandlungen, entgegen der Position des SPD-Außenministers, nicht schnell genug gehen. Eine beachtliche Kehrtwende.

Auf der anderen Seite gab sich die Bundeskanzlerin gewohnt souverän. In einer Zeit, in der die Welt aus den Fugen geraten scheint, konnte sie besonders in außenpolitischen Fragen überzeugen. Hoch angesehen in der Welt, ist sie für viele der Anker der Stabilität. Angela Merkel kennt und schätzt man. Wer traut hingegen dem hemdsärmeligen Poltergeist aus Würselen zu, auf diplomatischer Ebene Lösungen für die Krisen dieser Welt auszuhandeln? Ich bin mir sicher: fast niemand.

Doch eine Sache wurde mir bei innenpolitischen Fragen besonders klar: Es braucht eine starke CSU in der nächsten Regierung. Als Hallo-Wach-Tablette und als Partei, die klare Forderungen formuliert und dafür kämpft.

In diesem Sinne: Informieren Sie sich die nächsten Wochen ausführlich über unterschiedliche Positionen und Kandidaten. Und: Gehen Sie am 24. September wählen!

Ihr Bernhard Loos