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Horst Seehoofer im Augustiner Keller

Horst Seehofer: „Klar für Loos“

Horst Seehofer im Augustiner Keller: Seinen einzigen Münchner Wahlkampfauftritt – neben der Abschlusskundgebung mit der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel – nutzte der bayerische Ministerpräsident für die Unterstützung des Bundestagskandidaten Bernhard Loos. Über 500 Gäste haben sich zur öffentlichen Kundgebung des Wahlkreiskandidaten der CSU gemeinsam mit dem Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer eingefunden. Bernhard Loos stellte seine Ziele klar: „Ich will, dass der Münchner Norden schwarz bleibt.“ In seiner Einführungsrede betonte er kurz seine Kernthemen: Klar für die berufliche Bildung, klar für Sicherheit, klar für die Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen und klar für eine Begrenzung der Zuwanderung. Sein ehrlicher Klartext fand großen Beifall.

Einen besonderen Dank richtete Loos an den Bundestagsvizepräsidenten und aktuellen CSU-Abgeordneten Johannes Singhammer: „Lieber Johannes, Du hast diesen Wahlkreis mit beeindruckender Tatkraft mehrfach für die CSU gewonnen. Für diese Erfolge, den jahrzehntelangen Einsatz für die CSU und die Bürger im Münchner Norden und für Deine Unterstützung in meinem Wahlkampf danken wir und ich Dir persönlich von ganzem Herzen.“

Horst Seehofer ging in seiner gut 45-minütigen Rede, die vielfach von Applaus unterbrochen wurde, auf die Kernthemen der CSU ein. Sicherheit,  mit besserer Ausstattung der Polizei und Aufstockung des Personals um bundesweit 15.000 Stellen. Förderung von Familien durch die Erhöhung des Kindergelds und die Einführung eines Baukindergeldes – die geplante steuerliche Entlastung um 15 Milliarden Euro pro Jahr, denn: „Es ist an der Zeit, dass Sie als Bürger bei sprudelnden Steuerquellen einen Teil der Einnahmen wieder zurückbekommen.“

Zur Flüchtlingskrise nahm Horst Seehofer ausführlich Stellung: „Man muss als Bayer nicht nur wohl überlegt eine Forderung aufstellen – man muss auch hartnäckig für diese Forderung kämpfen. Meine Erfahrung ist, es ist nur eine Frage der Zeit, bis die in Berlin oder Brüssel nachgeben. Man braucht nur die Nerven. Wir werden auch Recht bekommen bei der Begrenzung, bei der Obergrenze.“ Die Obergrenze sei Voraussetzung sinnvoller Integration. Wenn jedes Jahr Hunderttausende nach Bayern kämen, „wo sollen die Wohnungen, die Finanzen, die Kitas, die Schulen und die Sicherheit herkommen?“ Daher könne Integration von Schutzbedürftigen nur gelingen, wenn man die Zuwanderung pro Jahr reguliert.

Das allerwichtigste zur Eindämmung der Migrantenwellen sei die Hilfe in den Herkunftsländern. Zudem machte sich Seehofer für die Kontrolle der europäischen Außengrenzen stark: „Dort muss entschieden werden, ob Schutzbedarf besteht und nicht erst nach ein paar Jahren hier. Jene, die tatsächlich Schutzbedarf haben, müssen gerecht auf Europa – und nicht nur innerhalb Deutschlands – verteilt werden.“ Seehofer sagte zu, diese Position durchzusetzen. Zweifel daran ließ er nicht gelten. „Lassen Sie das meine Sorge sein. Ich weiß, wie man Dinge in Berlin durchbringt.“

Seehofer appellierte an die Gäste im voll besetzten Festsaal, für Loos zu werben und ihn auf den letzten Metern des Wahlkampfes zu unterstützen. Besonders seine Qualifikationen im Bereich der beruflichen Bildung seien wichtig: „Denn der Mensch beginnt nicht erst beim Abitur.“ Vor den Hymnen stimmten der bayerische Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle und Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer alle Gäste auf die letzten Wahlkampfwochen ein: „Wir werden ab morgen jeden Tag auf der Straße sein und unsere Mitmenschen überzeugen – so schaffen wir das!“ Die letzten Wahlkampfwochen werden spannend.