Kolumne: Zurück in Berlin

Liebe Münchnerinnen und Münchner,

seit letzter Woche läuft der politische Betrieb in Berlin wieder auf Hochtouren, was bis zum Jahresende auch so bleiben wird. Denn der Herbst ist voll mit Sitzungswochen, in denen wir viele wichtige Themen wie Maßnahmen zur Digitalisierung, weitere Corona-Hilfen und neue Gesetze diskutieren müssen. Großen Gesprächsbedarf bescheren uns die aktuellen Entwicklungen in der Außenpolitik wie in Belarus, im Fall Nawalny oder auf Lesbos. Dazu kommen die Präsidentschaftswahlen im November in den USA, die ebenfalls Auswirkungen auf unsere Politik haben werden. Ob ein Donald Trump oder ein Joe Biden das Sagen im Weißen Haus hat, macht einen großen Unterschied für unsere eigene Wirtschafts-, Sicherheits- oder Umweltpolitik. Ob Sanktionen gegen Russland von der EU verhängt werden, hat spürbare Folgen für unsere internationalen Beziehungen oder Interessen. Stärker als je zuvor in der Geschichte sind wir mit der Welt vernetzt, digital, politisch, sozial oder wirtschaftlich. Die Corona-Krise hat uns diese Abhängigkeit deutlich aufgezeigt.

Die Globalisierung schreitet voran

Machen wir uns daher eines bewusst: Jeder ist zwar Bürger eines Landes und lebt die meiste Zeit innerhalb dieser Staatsgrenzen, dennoch ist unser alltägliches Leben längst grenzenlos geworden. Wir reisen rund um den Globus, essen Produkte aus aller Herren Länder, nutzen Technologien aus Asien und konsumieren Kinofilme aus Hollywood. Der gesamte Waren- oder Wirtschaftsverkehr ist global und verbindet die Welt. Machen Sie den Test in ihrem Haushalt und schauen sie nach, aus welchen Ländern die meisten Ihrer Alltagsgegenstände stammen. Umgekehrt erleben wir mittlerweile einen Gegentrend zurück zum Regionalen. Besonders bei Lebensmitteln sind heimische Produkte hoch im Kurs, Wochenmärkte mit Angeboten aus dem Umland Münchens bekommen eine immer größere Beliebtheit. Um so mehr freut es mich, dass der Markt am Elisabethplatz modernisiert wird, damit die Standbetreiber eine gute Zukunft haben und wir Verbraucher weiterhin regionale Köstlichkeiten genießen können. Dazu gehört auch, die landwirtschaftlichen Flächen im Münchner Norden zu erhalten und nicht durch die SEM komplett zu versiegeln und zuzubauen.

Inside Berlin: Hier gebe ich einen kleinen Einblick hinter die Kulissen des Bundestags.

Regional handeln, global denken

Als Politiker ist es unsere Aufgabe, die Regionen zu stärken und gewachsene Strukturen zu schützen. Daher werde ich mich auch in Zukunft für unsere Klein- und Mittelständler in Berlin einsetzen. Zugleich sollten wir aber auch die Chancen, die uns die Globalisierung bietet, nutzen! Reden wir darüber. Gerne in einer meiner nächsten Sprechstunden oder über die digitalen Kanäle.

Ihr Bernhard Loos

Zurück in Berlin

Münchner Nordrundschau, 16.09.2020

Zurück in Berlin

Münchner Nordrundschau, 16.09.2020

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