Das Auto für die Zukunft

Warum sich Bernhard Loos für die Autoindustrie in München einsetzt.

Seit BMW im Jahre 1917 das erste Motorenwerk eröffnete, ist München eine Autostadt. Ca. 11% der Gewerbesteuereinnahmen in München leistet BMW, dazu kommen noch die Zahlungen der Zulieferbetriebe, was in Summe einem mittleren dreistelligen Millionen-Betrag entspricht. Nicht nur die Corona-Pandemie, sondern die gesamte weltweite Transformation der Autoindustrie weg vom Verbrennungsmotor hin zu alternativen Antriebstechnologien stellen die Firmen vor enorme Herausforderungen. Für Bernhard Loos, Bundestagsabgeordneter für die CSU im Münchner Norden, ist die Unterstützung der Branche durch die Politik daher selbstverständlich: „Über 50 000 Menschen sind direkt in der Autoindustrie in München angestellt, diese Arbeitsplätze müssen wir langfristig erhalten.“ Investitionen in neue Forschungs- und Innovationszentren oder das Batteriezentrum von BMW begrüßt Loos daher ausdrücklich. „Um auch in Zukunft am Weltmarkt zu bestehen, müssen synthetische Kraftstoffe, Wasserstoff und andere Technologien intensiv erforscht und gefördert werden“, weswegen er Staat und Wirtschaft gleichermaßen dazu ermahnt. Das neue „Zentrum Mobilität der Zukunft“ mit einem Budget von 500 Millionen Euro, das der Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer in München eröffnen möchte, kann zur Stärkung des Standorts München helfen. Denn dort sollen Wirtschaft und Forschung zusammen die Mobilität der Zukunft gestalten.

Standortpolitik für die Zukunft

Zur Zukunftsfähigkeit gehört aber auch der Ausbau der Infrastruktur am Standort, wie Bernhard Loos ergänzt. Denn ohne Verkehrsanbindungen wie den Autobahnanschluss an die Schleißheimer Straße, den Bau von Wohnungen, Schulen und Kitas oder die Erschließung neuer Gewerbeflächen können die Firmen nur bedingt in München gehalten werden. Der „Druck durch die Globalisierung“ fordert von der Politik in Bund, Land und Stadt daher eine „aktive, innovative und nachhaltige Standortpolitik“. Diese müsse aber auch von den Unternehmen selbst mitgestaltet werden, da sonst schnell „soziale Ungleichheiten“ entstehen könnten, wie Loos betont. Für München bleibt nur zu hoffen, dass die Autoindustrie ihre Hausaufgaben macht, um auch in Zukunft Weltstadt des Autos zu sein.

Das Auto für die Zukunft

Münchner Samstagsblatt, 05.12.2020