Ein Mahnmal gegen den Terror

Bernhard Loos gedenkt der Opfer des Attentats am OEZ.

Mit einer würdevollen Gedenkveranstaltung wurde letzten Donnerstag der fünfte Jahrestag des Terrorakts am Olympia-Einkaufszentrum begangen. Unter den Trauergästen war neben dem bayerischen Ministerpräsident Markus Söder, dem Oberbürgermeister Dieter Reiter auch der für den Münchner Norden zuständige Bundestagsabgeordnete Bernhard Loos (CSU). Wie die meisten Gäste war auch er von der Rede Gisela Kollmanns, die ihren Enkel im Alter von 19 Jahren bei dem Attentat verlor, tief betroffen. „Natürlich geht einem so eine persönliche Geschichte ans Herz. Als Vater zweier Söhne mag man sich einen solchen Verlust kaum vorstellen. Ich habe größten Respekt vor dem Mut der Frau, dass sie ihr Schicksal in der Öffentlichkeit teilt.“ Die Bilder dieses für alle Münchnerinnen und Münchner leider unvergesslichen abends haben auch für Loos bis heute nichts an ihrem Schrecken verloren. Umso wichtiger ist für ihn, dass die langfristige Betreuung der Opfer eines solchen Anschlags noch mehr Aufmerksamkeit in der breiten Gesellschaft bekommt. „Wir dürfen die Angehörigen nicht mit dem Schmerz allein lassen und immer nur den Täter in den Mittelpunkt des Interesses rücken“ mahnt Loos. Er fordert daher, dass Organisationen zum Schutz der Opfer wie der „Weiße Ring“ noch mehr Unterstützung bekommen und die Medien „sensibler“ mit den Angehörigen umgehen.

Sicherheit und Schutz sind Grundrechte

Damit es aber gar nicht zu solchen Anschlägen kommt, müssen seiner Meinung nach Rassismus, Diskriminierungen und Extremismus in der Gesellschaft intensiv bekämpft werden. Dazu braucht es mehr Bildung, Aufklärung und niederschwellige Beratungsangebote in den sozialen Brennpunkten. Auf Seiten der Polizei oder den Kriminalämtern sollten Hindernisse bspw. beim Datenschutz abgebaut werden. „Ich weiß um die Sensibilität dieses Themas. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass unsere Behörden die besten Arbeitsbedingungen brauchen, um weitere Straftaten verhindern zu können“ erklärt Loos. Mit Blick auf die vielen Opfer vergangener Attentate erinnert er eindringlich daran, dass „der Schutz von Leib und Leben der Bürgerinnen und Bürger die wichtigste Aufgabe des Staates ist und diesem Ziel alles untergeordnet werden muss.“ Es bleibt für die Zukunft zu hoffen, dass der Staat diese Aufgabe noch besser angeht, damit es kein nächstes Attentat gibt.