Wenn Traditionen digital werden müssen

Wie Bernhard Loos das Heilig-Dreikönig-Treffen der CSU online gestaltet.

Seit vielen Jahren läutet das Heilig-Dreikönig-Treffen im Augustiner Stammhaus mit rund 300 Gästen das neue politische Jahr ein. Aufgrund der Corona-Pandemie und der zeitgleich beginnenden Klausurtagung der Bundestagsfraktion in Berlin musste Bernhard Loos, der als Abgeordneter für den Wahlkreis München-Nord dieses Treffen traditionell organisiert, neue Lösungen finden. „Wegen der dringenden Fragen zur Zukunft unseres Landes müssen wir den Bürgern unsere Ideen erklären und trotz der Distanz nahebringen“, begründet Loos die Notwendigkeit der Veranstaltung. Daher haben er und sein Team ein mehrteiliges Video-Format entwickelt, das am 6. Januar auf seinen Social-Media-Kanälen und seiner Homepage www.bernhard-loos.de präsentiert wird.

Die Rednerliste ist prominent besetzt

Mit dem Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Peter Altmaier, der bereits beim letzten Treffen eine Rede halten sollte, wegen Krankheit jedoch ausfiel, hat Loos im Bundestag ein kurzweiliges Interview aufgezeichnet, das anstelle einer langen Rede veröffentlicht wird. Traditionell wird zum Dreikönigstreffen ein Bundespolitiker der CDU eingeladen, um die Fraktionsgemeinschaft der CDU/CSU in Berlin auch den Münchnerinnen und Münchnern persönlich näher zu bringen. Dazu gibt es einen kleinen „Making-of-Film“, wie ein solches Video unter Corona-Bedingungen richtig produziert werden kann. Den Auftakt des Video-Reigens macht zuvor allerdings der bayerische Ministerpräsident Markus Söder mit einem persönlichen Grußwort. Ihm folgt der scheidende CSU-Bezirksvorsitzende Münchens und Antisemitismusbeauftragte für Bayern Dr. Ludwig Spaenle.

Traditionen und Digitalisierung sind kein Widerspruch

„Auch wenn die persönliche Nähe fehlt, können wir den Bürgern dennoch ein hervorragendes digitales Programm bieten“ freut sich Bernhard Loos. Zugleich hofft er natürlich, dass aufgrund der Impfungen bald wieder echte Begegnungen möglich werden. Wichtig ist ihm dabei, dass „Traditionen und Digitalisierung in Zukunft aber zusammen gedacht werden“. Denn zweifelsohne bieten „hybride, also real und digital stattfindende“ Veranstaltungen aufgrund der einfachen Zugänglichkeit mehr Möglichkeiten der Teilnahme, gerade für ältere oder kranke Mitbürger. Man darf gespannt sein, wie das neue Format von den Bürgern aufgenommen wird.

Wenn Traditionen digital werden müssen

Münchner Nordrundschau, 30.12.2020