Kolume zu Familien nach Corona

Liebe Münchnerinnen und Münchner,

das Bundeskabinett hat letzte Woche 2 Milliarden Euro für das Programm „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ bereitgestellt. Diese Investition in die nächsten Generationen halte ich nicht nur für sinnvoll, sondern für dringend notwendig. Denn gerade die Kinder leiden unter der Pandemie besonders. Kein Homeschooling oder virtuelles Treffen kann das Lernen in der Schule, den Kontakt mit den Freunden, die Bewegung beim Sport und das soziale Miteinander beim Spielen ersetzen. Gerade Familien aus bildungsfernen oder sozial schwächeren Milieus benötigen hier zusätzliche Unterstützung, damit die Kinder nach Corona nicht den Anschluss in der Schule verlieren, Lernrückstände aufgeholt und psycho-soziale Einschränkungen kompensiert werden. Daher sind neben Angeboten zum Lernen in der Schule oder zusätzliche Förderungen der Sprach-Kitas auch die Jugendarbeit im Sport, Ferienfreizeiten, außerschulische Angebote und Mehrgenerationenhäuser in dem Programm berücksichtigt. Doch bei diesen Maßnahmen allein darf es nicht bleiben. Ich bin der festen Überzeugung, dass unsere Kinder und Familien jetzt besonders in den Mittelpunkt politischen Handelns rücken müssen. Es war und ist natürlich richtig, zuerst die Gesundheit der Menschen zu schützen. Doch es gilt nun, auch alle anderen Folgen der Pandemie anzugehen. Dabei müssen die Familien und deren Probleme noch stärker in den Fokus der Politik. Denn für uns als CSU ist die Familie noch immer die Keimzelle der Gesellschaft und die Zukunft unserer Kinder das, wofür wir in allen Bereichen eine Politik der Nachhaltigkeit machen.

Die sozialen Lagen der Familien ernst nehmen

An den Schwierigkeiten beim Homeschooling zeigen sich viele soziale Probleme unserer Familien sehr deutlich: Mangelnde Sprachkenntnisse, fehlendes Geld für Technik, zu kleine Wohnungen ohne Raum zum Lernen, prekäre soziale Lagen oder schlicht keine Zeit zur Hilfe aufgrund von (Schicht-)Arbeit oder der Notwendigkeit, mehrere Jobs machen zu müssen. Als eine Gesellschaft der Solidarität und der sozialen Gerechtigkeit dürfen wir kein Kind zurücklassen und diese Probleme proaktiv angehen. Wir werden dafür sorgen, dass die Bildungs- und Aufstiegschancen gerade für die sozial Schwächeren kontinuierlich verbessert werden. Basis dafür ist unsere soziale Marktwirtschaft, die wir nach der Pandemie stärken müssen.

Politik für die nächste Generation gestalten

Sie wollen für die nachkommenden Generationen Politik machen? Sprechen Sie mit mir darüber und Besuchen Sie meine Homepage. Dort finden Sie alle Kontaktdaten und Sie können direkt einen Termin für eine Online-Bürgersprechstunde vereinbaren.

Ihr Bernhard Loos

Familien nach Corona

Münchner Nordrundschau, 12.05.2021