76 Jahre Befreiung KZ Dachau

Bernhard Loos, MdB gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus.

Am Sonntag, den 29. April 1945, marschierte die 45. Infanterie-Division der 7. US-Armee in das Konzentrationslager Dachau ein. Als die US-Soldaten das Tor des KZ Dachau vor sich sahen, ahnten sie nicht, was für ein Grauen sich dahinter verbarg: 32.000 Häftlinge, viele halbtot oder elendig zu Tode gekommen. KZ Dachau wurde schon mit der Machtergreifung Hitlers 1933 eröffnet. Vor allem politische Häftlinge und Gegner des Regimes wurden in Dachau interniert – insgesamt weit über 200.000 Personen.

Um an die Befreiung zu erinnern und um den Opfern des Nationalsozialismus zu gedenken, legte Bernhard Loos gemeinsam mit seinem Bundestagskollegen Stephan Pilsinger einen Kranz am Gedenkstein am Platz der Freiheit nieder. Dieser erinnert an die Opfer im Widerstand gegen den Nationalsozialismus.

„Gerade in der heutigen Zeit, in der immer weniger aus eigener Erfahrung von den Schrecken des Dritten Reiches berichten können, ist die Erinnerung und das Gedenken besonders wichtig“, so Loos. „Unser aller Verantwortung ist es, diesen Teil unserer Geschichte sichtbar zu halten – als mahnendes Beispiel für kommende Generationen.“

Gedenken und Verantwortung

Das KZ Dachau – direkt vor den Toren Münchens – diente als Vorbild und Ausbildungslager für alle anderen Konzentrationslager in ganz Europa, es war Blaupause und Kaderschmiede der NS-Schreckensherrschaft. Schon zwei Tage vor Verabschiedung des Ermächtigungsgesetzes wurden die ersten Gefangenen eingeliefert.

„Bis heute ist es für mich schwer zu erklären, wie dieses Lager mit vielen kleinen und auch größeren Außenlagern auf dem Stadtgebiet der Landeshauptstadt München entstehen und so lange bestehen konnte,“ so Bernhard Loos. Wichtig sei es, rechtsextremem Gedankengut entschieden und laut entgegenzutreten.

76 Jahre Befreiung KZ Dachau

Münchner Samstagsblatt, 08.05.2021